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Religionsfreiheit: Hilfswerk stellt Bundesregierung gutes Zeugnis aus

Gute Noten für die Bundesregierung: "Kirche in Not" hat den Einsatz der Regierung für die Religionsfreiheit in den vergangenen vier Jahren gelobt. Aus Sicht des Hilfswerks ragte vor allem eine Entscheidung hervor.


Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für Religionsfreiheit

15.09.2021


Berlin/München – (stz) Das katholische Hilfswerk "Kirche in Not" hat der scheidenden Bundesregierung für ihren Einsatz für Religionsfreiheit ein gutes Zeugnis ausgestellt. Vor allem mit der Schaffung des Amts eines Beauftragten für weltweite Religionsfreiheit habe die Regierung gezeigt, dass ihr das Thema wichtig sei, erklärte "Kirche in Not" am Mittwoch auf Anfrage von katholisch.de in München. 

Das Amt sei aufgrund der Einschränkung der Religionsfreiheit in vielen Ländern wichtig und drücke die Solidarität der Regierung mit Menschen aus, die aufgrund ihrer Religion benachteiligt und häufig auch verfolgt würden. Durch die Position des Beauftragten gebe es die Chance, "auf politischer Ebene mahnend den Zeigefinger zu erheben, wenn es weltweit Ungleichbehandlung aufgrund der Religionszugehörigkeit oder des Bekenntnisses gibt".

Ausdrücklich würdigte "Kirche in Not" die Arbeit des Beauftragten Markus Grübel (CDU). Dieser habe seine Aufgabe seit seinem Amtsantritt im März 2018 "kompetent und mit einem großen Interesse an der Thematik ausgefüllt". Immer wieder habe er darauf hingewiesen, wie wichtig der Schutz des Menschenrechts auf Religionsfreiheit sei. Tausende Menschen müssten aufgrund ihres Bekenntnisses und ihrer Religion täglich um ihr Leben fürchten. Daran habe der Politiker in den vergangenen Jahren stets erinnert und er tue dies bis heute. "Dafür sind wir Herrn Grübel sehr dankbar", so das Hilfswerk.

"Kirche in Not": Amt des Religionsfreiheitsbeauftragten verstetigen

"Kirche in Not" sprach sich gegenüber katholisch.de dafür aus, das Amt des Beauftragten, das vor dreieinhalb Jahren maßgeblich auf Betreiben der Union geschaffen worden war, über die zu Ende gehende Legislaturperiode hinaus zu verstetigen. Es sei wichtig, dass auch künftige Regierungen diese Position berücksichtigten. "Wir von 'Kirche in Not' bieten dafür gerne unsere Hilfe und Unterstützung an", erklärte das Hilfswerk.

Besonders gefährdet ist die Religionsfreiheit laut "Kirche in Not" derzeit in Afrika und großen Teilen Asiens, wo sich dschihadistische Gruppierungen immer weiter ausbreiteten. "Vor allem Christen sind dadurch bedroht, aber auch Muslime, die die Ideologie gewalttätiger islamistischer Gruppierungen nicht unterstützen", erklärte das Hilfswerk. Dieses Thema müsse in der Politik und in den Medien eine größere Beachtung finden. "Wir müssen auch in Zukunft an der Seite der Menschen in Afrika und Asien sein, die besonders unter dem Terror leiden", so "Kirche in Not".

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