Hauptinhalt

Bildung für Frieden

Religionsfreiheitsbeauftragter stellt Leitfaden zur Stärkung der Religionsfreiheit im Schulunterricht vor

Der Beauftragte der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel MdB, hat heute in Berlin einen Leitfaden zur Stärkung des Menschenrechts auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit im Schulunterricht vorgestellt. Der Leitfaden richtet sich an Lehrkräfte, Schulleitungen, pädagogisches Personal an Schulen sowie an Mitarbeitende von Schulverwaltungen weltweit. 


Schülerinnen und Schüler beim Unterricht an der öffentlichen Schule in Kwali / Abuja, Nigeria

01.12.2021


Der Umgang von Lehrkräften mit dem Thema Religions- und Weltanschauungsfreiheit im Schulunterricht ist besonders in Weltregionen sehr bedeutsam, die von einer großen ethnischen und religiösen Diversität geprägt sind. Der neue Leitfaden bietet Lehrkräften und Schulleitungen eine Orientierung beim Umgang mit dem Thema Religions- und Weltanschauungsfreiheit im Schulunterreicht zur Stärkung einer nachhaltigen Entwicklung in verschiedenen Ländern weltweit. Er enthält praktische Handlungsempfehlungen für die Unterrichtsgestaltung zur Stärkung der Menschenrechte. Außerdem unterstützt er Lehrkräfte dabei, Schülerinnen und Schüler vor Diskriminierung aufgrund Zugehörigkeit zu einer Religion oder Weltanschauung zu schützen. Er soll insbesondere dabei helfen,

  • ein inklusives Lernumfeld in der Schule zu schaffen, das von gegenseitigem Respekt und Toleranz sowie von Pluralismus und Diversität geprägt ist,
  • Diskriminierung, Intoleranz und Stereotypen gegenüber Angehörigen einer Religion oder Weltanschauung in der Schule zu erkennen und abzubauen,
  • in der Präventionsarbeit tätig zu sein und einen menschenrechtsbasierten Bildungsansatz im Schulunterricht zu fördern, anzuwenden und diesen als Querschnittsthema im Schulunterricht zu verankern.

Für das friedliche Zusammenleben der Menschen und eine nachhaltige Entwicklung sind die Menschenrechte auf Bildung sowie auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit von zentraler Bedeutung. Bildung fördert Pluralität, Respekt und Toleranz und trägt damit zur Stärkung des friedlichen Zusammenlebens der Menschen unterschiedlicher Religionsgruppen sowie nicht-religiöser Menschen bei und fördert nachhaltige Entwicklung. Zudem kann Bildung dazu beitragen, religiöse und weltanschauliche Minderheiten zu schützen. 

Gleichzeitig können Bildungssysteme das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit einschränken und zu Konflikten zwischen Menschen unterschiedlicher Religion oder Weltanschauung führen. Dies gilt etwa dann, wenn sie Intoleranz gegenüber Anders- oder Nicht-Gläubigen fördern und Bildung religiöse Gruppen eher voneinander trennt als sie vereint.

Lesen Sie den Leitfaden hier.

Markus Grübel MdB

Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit

Lexikon der Entwicklungspolitik

Fenster schließen

 

Seite teilen