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Warnung vor Corona-Katastrophe in Rohingya-Flüchtlingslager "Status quo darf nicht hingenommen werden"

Der Bundesbeauftragte für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, warnt vor einer Ausbreitung des Coronavirus im größten Flüchtlingslager der Welt. Im Rohingya-Lager Kutupalong in Bangladesch drohe dann eine Katastrophe.


26.03.2020


Es habe bereits den ersten Corona-Fall in der nahen Stadt Cox's Bazar gegeben, erklärte Grübel gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). In dem Lager leben bis zu einer Million Rohingya. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit waren aus Myanmar vertrieben worden.

Zivile Helfer stellten ihre Arbeit in dem Flüchtlingslager bereits ein, um eine Ansteckung der Menschen zu vermeiden, erklärte Grübel. Die aktuelle Situation zeige erneut, dass der Status quo nicht hingenommen werden dürfe.

"Angehörige der Minderheit schützen"

"Dass eine religiöse ethnische Minderheit gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben wird, darf nicht folgenlos bleiben." Daher unterstütze er, dass Myanmar sich nun vor dem höchsten UN-Gericht verteidigen müsse, sagte der Beauftragte. Den Rohingya solle eine Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden. Außerdem sei es wichtig, die noch in Myanmar lebenden Angehörigen der Minderheit zu schützen.

Deutschland hatte Ende Februar wegen der gewaltsamen Vertreibung der Rohingya durch Myanmar seine Entwicklungszusammenarbeit mit dem asiatischen Land vorerst ausgesetzt. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hatte sich damals ebenfalls dafür ausgesprochen, internationale Verfahren gegen das Land zu unterstützen.

(KNA )


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  • Quelle

Lexikon der Entwicklungspolitik

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