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Aktuelles

Religionsfreiheit ist das Fundament des Friedens - Frieden gehört zum Kernbestand der Religionen


21.09.2019


Markus Grübel MdB, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit
Erklärt zum Welttag des Friedens am 21. September 2019:

"Politik steht dann im Dienste des Friedens, wenn sie den friedlichen Austausch von Weltanschauungen und religiösen Überzeugungen ermöglicht."

Europa hat im Lauf der Geschichte ein bei allen Unterschieden gemeinsamen Lebensstil entwickelt. Zu Europa gehört in elementarer Weise die Religionsfreiheit und der Frieden zwischen den Religionen. Wir wollen in Europa die Vielfalt an kulturellen und nationalen Identitäten bewahren und zugleich eine gemeinsame Identität entwickeln. Das tun wir auf einem gemeinsamen Fundament von Werten und Überzeugungen. So sehr Europa jüdisch-christliche Wurzeln hat, so sehr ist Religionsfreiheit zum Fundament des Friedens in Europa geworden.

Religionsfreiheit

  • fördert die Suche nach Orientierung in den großen Menschheitsfragen
  • ermöglicht die gemeinsame Suche nach einer Wahrheit, die sich auf Gott und auf universelle ethische Werte bezieht
  • stärkt den Dialog zwischen unterschiedlichen Weltanschauungen und Religionen zum Wohle der Allgemeinheit.

Allen Glaubensgemeinschaften widerfährt Gewalt. Weltweit werden Christen am stärksten verfolgt. Zu Verfolgungen kam es in den letzten Jahren im Irak und in Syrien durch die Truppen des sogenannten „Islamischen Staates". Betroffen davon sind Christen, Jesiden und andere religiöse Gruppen und auch die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar leidet unter Vertreibung. Die Vereinten Nationen müssen auf die Einrichtung eines internationalen Tribunals für Gewaltakte hinarbeiten, die sich gegen Gläubige richten.

Nichts trägt so zum weltweiten Frieden bei, wie der gewaltfreie Austausch von Weltanschauungen und Religionsüberzeugungen. Jeder Bedrohung der Religionsfreiheit werden wir entschieden entgegen treten, egal wen sie trifft. Darum hat die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode das Amt des Beauftragten für weltweite Religionsfreiheit eingerichtet.

Religionen werden heute oft missbraucht, um Gewalt und Terror zu rechtfertigen. Darum ist es wichtig, daran zu erinnern: Der tägliche Einsatz für den Frieden auf Erden gehört zum Kernbestand der Religionen. „Schalom!" grüßen die Juden, „Salam Aleikum" die Muslime, „pax tecum!" sagten schon die Römer und nichts anderes besagt der Gruß Jesu: „Friede sei mit Euch!".

Es geht um den Frieden mit uns selber, es geht um den Frieden mit anderen und, wie wir neu lernen müssen: Es geht um den Frieden mit der ganzen Schöpfung.

Darum sage ich aus Anlass des Welttages des Friedens 2019: Ohne Religionsfreiheit gibt es keinen Religionsfrieden. Und (wie Hans Küng formulierte), ohne Religionsfrieden gibt es keinen Weltfrieden."

 

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